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Interview: Paper Arms - HeavyPop.at

Interview: Paper Arms

von am 25. Juni 2014 in Featured, Interview

Interview: Paper Arms

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2013 haben Paper Arms mit ihrem Zweitwerk ‚The Smoke Will Clear‚ Punkrock-Fans verzückt und uns im Rahmen des Heavypop-Adventskalender verraten was ihre Lieblingsplatten des Jahres waren. Vor der Show im DasBach in Wien hat die australische Band mit Klaus Zwinger über bisherige Veröffentlichungen und Zukunftsmusik gesprochen….und ihn über österreichisches Bier und seine Karriere als Interviewer ausgefragt.

Heavypop: Wie läuft die Tour bisher denn so?
Tom: Wirklich fantastisch.
Max: Sie läuft gut Mann. Wir sind jetzt ungefähr zur Hälfte durch und soweit läuft es wirklich gut.

Und ihr seit das erste Mal in Wien?
Max: Nein, ich glaube zum dritten Mal – wir haben hier zweimal auf der letzten Tour gespielt, einmal vor Boysetsfire und einmal vor Strike Anywhere.

Oh! Eventuell hab ich euch ja sogar bei Boysetsfire schon einmal gesehen und gar nicht mitbekommen!
Max: Oh come on man! [lacht]

Wie steht’s eigentlich um die Musikszene in Australien? Bands die man von Down Under kennt sind ja eher AC/DC, Silverchair, Nick Cave, Wolfmother… wie ist aber die Lage für Bands wie euch, die sich zwischen Punk-Rock und Post-Hardcore positioniert haben?
Max: Eigentlich sieht es da im Moment recht gut aus. Es gibt einige Bands die es auch nach Europa zieht, wie Luca Brasi zum Beispiel, gute Freunde von uns, die noch dieses Jahr durch Europa touren werden – eine großartige australische Band, die man definitiv mal auschecken sollte. Es tut sich so einiges im Moment.

Ich lese immer wieder dass ihr sowas wie die „neuen Hot Water Music“ seid – wie geht man mit solchen Urteilen um? Setzt einen sowas unter Druck oder beflügelt euch das zusätzlich?
Tom: Sowas ist natürlich angenehm zu hören. Mit einer Band verglichen zu werden die wir ja recht offensichtlich gerne hören und bewundern ist großartig, weil sie ja auch eine fantastische Band sind.
Max: Ich glaube nicht dass uns das in irgendeiner Weise unter Druck setzt – wir versuchen sie ja auch nicht zu imitieren oder überhaupt mit ihnen zu konkurrieren – ich glaube das sollte sowieso niemand versuchen! (lacht)

Es heißt ja oft das zweite Album wäre das schwerste. Hat es sich für euch auch so angefühlt?
Tom: Yeah, das hat es definitiv! [fragt Max] Dem stimmst du doch zu, oder??
Max: Yeah.
Tom: Wir haben unser erstes Album ja eigentlich gar nicht veröffentlicht…
Max:…in Europa.
Tom: Der Enstehungsprozess des zweiten Albums ‚The Smoke Will Clear‚ hat sich deutlich länger hingezogen als wir das wollten, aber so hat sich das nun mal ergeben. Wir schrieben anfangs ein paar Songs, hatten danach aber nicht wirklich das Gefühl dass die auch wirklich das Zeug zum Album-Material hätten, als haben wir gewartet, weitergeschrieben und herumgebastelt bis wir an den Punkt kamen an dem es sich für uns richtig angefühlt hat. Gerade weil wir schon ein Album veröffentlicht hatten und wollten dass das neue besser wird als das vorherige und wir wirklich zufrieden damit sind hat es einen gewissen Druck gegeben. Es hat also Zeit gekostet, aber wir sind glücklich damit, yeah!
Max: Das Resultat ist näher dort wo wir die Band haben wollen. Ich denke zwischen dem ersten und dem zweiten Album haben wir noch unseren Sound gesucht und unsere Vorstellungen von der Band konkretisiert. Unsere zweite Platte vermittelt also einen viel besseren Eindruck davon was wir uns unter Paper Arms vorstellen.

Wird euer erstes Album [‚Days Above Ground‚] noch in Europa veröffentlicht werden?
Tom: Das würde uns freuen. Wir haben schon früher darüber nachgedacht es hier rausubringen und es gab auch diesbezügliche Gespräche…..bis jetzt ist noch nichts geschehen, aber die Möglichkeit besteht definitiv weiterhin. Aber ich habe eben noch keinen Plan wie genau das aussehen würde, auf welchem Medium…ob eben auf Vinyl, CD oder nur digital..
Max: Wir tendieren aber zu einem Vinyl-Release. In Australien kam das Album ja auch nur auf CD raus, auf Vinyl wurde es noch nie gepresst…
Tom: Vinyl wäre also besser! Hintmarker! [lacht]

Auf eurem ersten Album habt ihr ja mit Walter Schreifels zusammengearbeitet….könnt ihr darüber ein bisschen was erzählen, wie kam es dazu?
Tom:  Puh….wie es dazu kam? Naja, er kennt die Geschichte… [zeigt zu Max]
Max: Yeah, als wir uns über die Platte unterhalten und dachten uns „scheiß drauf, wir sollten versuchen jemanden zu bekommen der es produziert“. Also haben wir uns Gedanken gemacht wer in Frage kommen würde und gesagt „also gut, wir arbeiten uns von oben durch unsere Liste herab, mal schauen was passiert„…wir haben ihn einfach kontaktiert, eine E-Mail geschrieben…
[Josh betritt nachdem er ein Radio-Interview beendet hat gerade den Raum]
Max: Wir haben ihn also gefragt, uns eine Weile mit ihm unterhalten und er war der Meinung dass er etwas zur Platte beitragen könnte. Er kam also runter nach Australien und wir hatten eine Menge Spaß, er ist eine enorm charismatische und unterhaltsame Person, dazu hatte er zahlreiche tolle Ideen und Vorschläge für das Album. Er ist hat uns viel gegeben, nicht nur in Hinsicht auf das Album, sondern auch für uns selbst, hat uns geholfen als Songwriter und Musiker zu wachsen, ich glaube wir haben wirklich eine Menge von ihm gelernt. Und wir hatten eben bei all dem auch eine tolle Zeit, also yeah, die Erfahrung hat sich absolut ausgezahlt!

Werdet ihr in Zukunft eventuell wieder mit ihm zusammenarbeiten?
Max: Ähm, wir haben niemanden zu unserem zweiten Album hinzugezogen, das meiste selbst geschultert, was wirklich gut funktioniert hat, weil wir eben auch viel davon umsetzen konnten was wir beim ersten Mal von Walter gelernt haben. Ich bin mir also nicht sicher, da sich dieser Zugang schon sehr komfortabel angefühlt hat. Ich denke wir werden uns über dieses Thema unterhalten wenn die Zeit für eine neue Platte reif ist – im Moment läuft es aber auch so gut für uns. Aber das ist natürlich subjektiv. (lacht)

Arbeitet ihr bereits an neuem Material oder liegt der Fokus momentan ganz auf der Tour?
Josh: Ah, wir haben ein wenig zu schreiben begonnen, yeah. Mitte nächsten Jahres könnte es also soweit sein. Wir würden gerne sofort ein neues Album aufnahmen, aber die Dinge sind mittlerweile komplizierter geworden, weil ich in einer anderen Stadt lebe als die anderen Jungs. Ich wohne in Melbourne und sie in Adelaide, da liegen 800 Kilometer dazwischen…
Max: Eine lange Autofahrt zur Bandprobe…
Josh: Aber es gibt ja E-Mails und wir können unsere Gitarren an den Computer anstöpseln…wir finden also einen Weg.
Max: Das ist die Zukunft, Mann!

Ok, großartig – ich denke das war’s auch schon!
Max: Wirklich? Hast du die Fragen zusammengeschrieben als du draußen gewartet hast? [lacht]
Yeah, also, habt ihr noch irgendwas zu sagen?
Max: Yeah, wir haben genau genommen ein paar Fragen für dich vorbereitet. Also: wie lange interviewst du denn schon Bands?
Oh, das hier ist mein fünftes Interview, ich hab damit vor ungefähr einem halben Jahr begonnen.
Max: Ok cool, welche war die erste Band die du interviewt hast?
Das war eigentlich ein Singer/Songwriter namens Koji.
Max: Oh yeah, cool cool!
Das letzte Interview dass ich vor diesem hier hatte war vergangenen Donnerstag mit Chuck Ragan.
Josh: Oh cool, er ist ein wirklich netter Kerl, yeah?
Yeah, der netteste Kerl überhaupt!
Max: Und was gefällt dir rund um den Interview-Prozess am besten?
Oh, das ist eine gute Frage!
Max: Offenbar nicht Fragen zusammenzuschreiben! [lacht]
Nein, wahrscheinlich eher die Fragen zu stellen. Also die, die ich halt vorbereitet habe! [lacht]
Max: Was war das bisher beste Konzert auf dem du dieses Jahr warst?
Dieses Jahr? Das war wahrscheinlich And So I Watch You From Afar.
Max: Cool, und wo haben die gespielt?
Im Flex, einem ziemlich coolen Club gleich an der Donau.
Max: Und ähm…was würdest du sagen muss man in Wien unbedingt gesehen haben?
Oh Mann…Ich wohne jetzt ein halbes Jahr hier und ich glaube jeder Tourist der ein oder zwei Wochen hier war hat schon mehr von der Stadt gesehen als ich! (lacht)
Max: Ok, dann ändere ich meine Frage  –  was ist das beste Bier Wiens?
Oh,  das ist dann wohl Schwechater.
Max: Yeah? 100%?
Ziemlich sicher. Zumindest unter den Österreichischen Bieren.
Josh: Wasauchimmer wir gerade hier haben… [greift zum Kühlschrank] ist es das?
Yeah, genau, das ist es!
Tom/Josh: Wer ist dein größtes Vorbild als Interviewer?
Ich kenne eigentlich gar keine bestimmten Interviewer. Ich lese mir meist einfach andere Interviews mit den Bands durch die ich treffen werde und schaue welche Fragen noch nicht gestellt wurden.
Josh: Oh, eine gute Idee. Vorrausdenkend. Das mag ich!
Max: War es schon dein Traum Bands zu interviewen als du noch ein kleines Kind warst?
Nein, das hat sich erst vor einem halben Jahr ergeben als ich nach Wien zog und mir dachte es wäre eine Möglichkeit gratis Konzerte zu sehen und dabei eben die Bands zu interviewen wenn ich schon mal da bin! (lacht)
Josh: Das ist cool!
Max: Also danke dass du dich zu uns gesetzt hast und uns diese Fragen beantwortet hast Mann! (lacht)
Es war mir eine Freude!

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