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Nach dem Durchbruch mit ihrem Zweitwerk Historian und der kleinen Boygenius-Großtat widmet sich Lucy Dacus 2019 nur einem EP-Format, das ihre in den letzten Monaten veröffentlichten Singles zusammenfasst.
Vielleicht war Why Hasn't Everything Already Disappeared? sogar Deerhunter selbst ein wenig zu konventionell geraten. Dagegen steuern sie nun mit der 13 minütigen (digitalen) Stand-alone-Single Timebends an.
Refused haben neben Songbeiträgen für Videospielblockbuster und fette Arena-Touren vier Jahre nach dem Comeback mit Freedom ein zweites Reunion-Werk aufgenommen. War Music soll dabei laut Dennis Lyxzén das Album sein, "that people wanted us to do last time". Ein Statement, dass die Crux ziemlich adäquat widerspiegelt, aus der heraus die einstigen schwedischen Hardcore-Vorreiter mittlerweile agieren.
Erst hat Jeff Rosenstock - seines Zeichens "professional recording artist and person" - die Setlist angeblich vergessen und feuert für Thanks, Sorry! dann einfach ganze 29 Songs seiner Karriere hinterher. Daraus sind nicht nur Fanträume gemacht.
Dunkler Shoegaze an der Schnittstelle aus verwaschenem Indierock und markigem Dreampop: DIIV rekonstruieren auf ihrem bisher besten Album den Sound ihrer Vorbilder zwar mit wenig originärem Charakter, aber mit geschicktem Songwriting - Deceiver wird seinem Titel durchaus gerecht.
Die designierte Allstar-Kombo Sect veranstaltet aus dem Hinterhalt kommend mit Blood of the Beasts zum dritten Mal eine dreckige Treibjagd im rücksichtslosen Unterholz aus noisezerfressenem Metalcore und tieffinsterem Hardcore Punk.
Von wegen Bang: Mando Diao versuchen es mehr noch als auf Good Times abermals mit einem unspektakulär-kraftlosen Aufguss austauschbarer, aber dabei auch durchaus zuverlässig funktionierender Rocksongs.
Ein esoterischer Hoffnungsschimmer: Nick Cave lässt die Trauer über den Tod seines Sohnes Arthur nicht hinter sich, findet auf dem Ambientwerk Ghosteen in unmittelbarer Reaktion auf Skeleton Tree aber womöglich einen Weg, um mit dem Trauma zu leben.
„New Ground“ haben Boris im Leben nach der doch abgeblasenen Trennung für LφVE & EVφL ursprünglich in Aussicht gestellt, brechen dieses Versprechen nun aber mit einem weiteren gefühlten Gateway-(Doppel)Album zu imposanteren Passagen ihrer Karriere.
Nach einer bereits knapp vier Jahrzehnte andauernden Karriere - und damit eine Dekade nach dem Ende von Sonic Youth - legt die 66 Jährige Kim Gordon mit No Home Record doch tatsächlich noch ihr Solodebüt vor. Und was für eines.










