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Beck Hanson führt mal wieder auf die falsche Fährte: Weder die Produzentenwahl noch das flippige Albumcover wirken sich auf Hyperspace dergestalt aus, wie man es (auch nach den Paisley Park Sessions) erwartet.
Progressiver Oldschool-Death Metal wie von einem anderen Planeten: Blood Incantation rechtfertigen mit ihrem Zweitwerk Hidden History of the Human Race endgültig alle Begeisterungsstürme, die bereits der Vorgänger Starspawn 2016 einfuhr.
Ohne Zwang offensichtliche Hits produzieren zu müssen, hebt Tahliah Debrett Barnett alias FKA Twigs ihren anachronistischen R&B und elektronischen Artpop mit dem wunderbaren Herzschmerz Magdalene auf den nächsten Level.
Viel Lärm um Nichts? Mute Records respektive 58 (ehemaliger wie aktueller) Künstler des Labels verneigen sich vor John Cage und seinem Avantgarde-Klassiker 4‘33 - passenderweise unter der Seriennummer Stumm433.
Great Grandfather haben sich im unumstrittenen Big Thief-Triumphjahr einen denkbar ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht, um mit dem durch und durch soliden Indierock ihres Zweitwerks Four of Arrows Aufmerksamkeit zu finden.
Kanye West übersetzt die konfusen Selbsttherapie-Skizzen von Ye in einen pseudo-christlichen Kontext und verkauft den ebenso unausgegorenen wie egozentrischen Clusterfuck Jesus is King als spirituelles Gospelalbum.
Dunkler Shoegaze an der Schnittstelle aus verwaschenem Indierock und markigem Dreampop: DIIV rekonstruieren auf ihrem bisher besten Album den Sound ihrer Vorbilder zwar mit wenig originärem Charakter, aber mit geschicktem Songwriting - Deceiver wird seinem Titel durchaus gerecht.
Vielleicht auch durch den Erfolg des zweiten The Black Queen-Albums Infinite Games beflügelt hat Joshua Eustis den Mut gefunden, sein Stammprojekt Telefon Tel Aviv mit Dreams Are Not Enough nach knapp einem Jahrzehnt (Zwangs-)Pause zu reaktivieren.
So wird "Taxi Driver mit Clowns" alias Joker zur One (Wo)Man Show: Nach dem Schauspiel von Joaquin Phoenix ist der Soundtrack von Hildur Guðnadóttir das klare Highlight der überraschend soliden Batman-Villain-Origin-Story von Regisseur Todd Phillips.
Finneas O'Connell ist als Produzent und Co-Songwriter maßgeblich für den Erfolg seiner Schwester Billie Eilish mitverantworklich, versucht nun auf seiner ersten eigenen EP jedoch durchaus in die Emanzipation von dieser unvermeidlichen Assoziation zu marschieren. Auf Blood Harmony findet der 22 Jährige vorerst aber nur gut gemachten, rundum soliden, aber auch dezent medioker austauschbaren Formatradio-Pop.










