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Ein neo-schamanistisches, von Rhythmen getragenes Album liefert Ana Threat als ihren ersten Langspieler auf Cut Surface ab. Die Genrebezeichnungen Rock‘n’Roll, Exotica, Punk und Doo Wop versprechen in der Presseaussendung genau das, was es ist: ein vielseitiges Machwerk der One Woman Band.
Die überwältigende Magie bleibt vielleicht aus, doch der großen Klasse dieser Institution tut das freilich keinen Abbruch: Wilco überzeugen im sehr gut gefüllten Museumsquartier auch auf der Tour zu einem ihrer schwächeren Studioalben anstandslos.
Sechs Jahre nach dem unausgegorenen Offenbarungseid Seeing Eye Dog gelingt Page Hamilton nicht nur deswegen ein zufriedenstellenderes Album , weil er sich diesmal verhneifen kann, einen Beatles-Song zu vergewaltigen: Dead to the World ist wie schon das Gros der vorherigen Helmet-Alben aus der zweiten Bandphase ein durchaus solide die eigene Discografie auffüllendes Stakkato-Metal-Machwerk.
Umbrella Mistress positioniert sich als spätnächtliches Crooner-Album der aktuellen Veröffentlichungsserie irgendwo zwischen dem poppigen Corazones und dem knackiger zu Werke gehenden Rock von Blind Worms, Pious Swine, zieht aber letztendlich wie alle seine Vorgängerwerke sein eigenes Ding durch.
CVLT war tatsächlich erst die vorwarnende Ouvertüre: Phantom Winter zelebrieren auf Sundown Pleasures die Leidensfähigkeit an den Abgründen der menschlichen Seele so exzessiv, so hässlich, so wunderbar.
Da kann The Full Hit of Summer Rain noch so erbarmungslos zuschlagen: Für das Schaulaufen der Hochkaräter um Beirut und Sigur Rós trotzt die mit 9000 BesucherInnen ausverkaufte Linzer Donaulände den suboptimalen Wetterbedingungen.
Die aktuell vielleicht angepissteste Band des Planeten hat auf ihrem Drittwerk erst so richtig schlechte Laune. Auf You Will Never Be One of Us bollert das Nails-typische Amalgam des extremen Metal jedenfalls so heftig aus den Boxen, dass die beiden Vorgänger Unsilent Death und Abandon All Life schon beinahe wie wie hasserfüllte Kulanz anmuten.
Was als Demonstration der endlich erlangten Selbstständigkeit des einstigen Songwriter-Wunderkindes aus Nottingham angedacht ist, entwickelt sich zum Offenbarungseid für Jake Bugg.
Dass Tausendsassa Damon Albarn in der Lage ist, unter der Ägide des Manchester International Festival eigenwillige Soundtrackarbeiten abzuliefern, die auch durchaus ohne visuelle Unterstützung der dazugehörigen Musical-Aufführungen auf sich alleine gestellt funktionieren können, hat er mit Monkey: Journey to the West und Dr Dee eigentlich bereits bewiesen.
Wenn es eine der größten Sorgen des weißen Albums von Weezer ist, dass es den bisher genormten 7 Jahres-Abstand zum jeweiligen unbetitelten Farbvorgänger nicht einhalten konnte, muss das bedeuten, dass das Formtief von Rivers Cuomo endgültig durchtaucht ist: 10 cheesy-schmissige Ohrwürmer in knackigen 35 Minuten stellen als gelungenes Amalgam zwischen 90er Stärken und 2000er-Absichten den gewohnten Hit-Standard wieder her.


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