Suche nach: r. ring
Nur unmerklich kürzer geraten als ein reguläres Studioalbum funktioniert die nominelle EP Spirit weitaus befriedigender, als es der zweite Rhye-Langspieler Blood vor knapp einem Jahr tat: Mike Milosh verschiebt die Verortung seines smooth-eleganten Kuschel-Soul vom Pop in den Ambient.
Knapp zweieinhalb Jahre nach dem grandiosen Gastspiel im Vorprogramm von Michael Gira und seinen Swans macht Anna von Hausswolff wieder im Orpheum Graz Halt. Diesmal unter anderen Vorzeichen im Kreise ihrer neuen Band Bada.
Sunn O))) haben sich selbst zum zwanzigjährigen Jubiläum die Zusammenarbeit mit Steve Albini geschenkt. Und ihrer Drone-Gefolgschaft daraus resultierend nun Life Metal - ihre beste Platte seit einem Jahrzehnt.
„Es hätte unser Schwanengesang sein können, weil wir es selbst so sehr mochten“ reflektieren Bad Religion die ihre aktuelle Qualitätsstandards vorgebende Ausgangslage nach True North. Age of Unreason ist unter dieser Vorraussetzung also alleine insofern schon ein Erfolg, weil es die Bandgeschichte keineswegs redundant fortsetzt. Der Rest ist ein Triumphzug.
Zuverlässig wie eh und je tut es der Arbeitsmaschine Anderson. Paak gut, für Ventura wieder zu einem typischer verwurzelten Sound zurückzukehren - und den Soul dabei stärker denn je zu forcieren.
Zur finalen Schlacht im Lied aus Feuer und Eis schließen sich nun auch über ein Dutzend an namhaften Musikern an. Das auslaufende Franchise Game of Thrones soll mit der Compilation For the Throne noch einmal ergiebig gemolken werden.
Marissa Nadler und Stephen Brodsky züchten sich ihr eigenes Nachtschattengewächs aus der Sacred Bones Alliance Series: Diese weihevolle Droneflower blüht in einem körperlosen Hauch sphärischer Dunkelheit.
Mag Nick Waterhouse sein mittlerweile viertes Studioalbum auch nach sich selbst benennen, macht dies die Handschrift des eklektischen Anachronismus dahinter freilich nicht unbedingt charakteristisch eigenständiger.
Dem Orakel unserer Top Ten-Huldigung werfen die Finnen mit Syntheosis selbst einen Stock ins Getriebe: Nicht einmal Oranssi Pazuzu haben aktuell noch einmal Lust, genau wie auf Värähtelijä zu klingen. Stattdessen beamen sie sich lieber im Verbund mit ihren Landsmännern Dark Buddha Rising als Waste of Space Orchestra in andere Sphären.
Die Rückkehr der Emo-Legende American Football war mit ihrem zweiten, natürlich selbstbetitelten Album vor drei Jahren doch eine kleine Enttäuschung. Aber wohl auch notwendig, um für (LP3) neue Perspektiven entwicklen zu können.


![Bada, Reflector [09.05.2019: Orpheum Extra, Graz] Bada, Reflector [09.05.2019: Orpheum Extra, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2019/05/Bada-Live-3-e1557577949889.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)







