Album
Vielseitiger und abwechslungsreicher als auf dem plakativ daherkommenden, aber sehr kurzweiligen Nie Wieder Krieg waren Tocotronic vielleicht noch nie. Trotzdem ist die Selbstverständlichkeit der Variabilität nicht nur als Kompliment zu verstehen.
Ein unerwarteter (und unerwartet konsequenter!) stilistischer Paradigmenwechsel, eine ähnliche Katharsis: Auf A Place We Cannot Go artikuliert Kameron Boggs seine Seelenqualen nicht mehr wie am starken An Isolated Mind-Debüt I'm Losing Myself (2019) im atmosphärischen Black Metal, sondern versucht sich am impressionistischen Post Rock.
Made in Timeland wird seinem Titel irgendwie, irgendwo und irgendwann auf unerwartete Weise gerecht: Die Platte wurde bereits versehentlich verkauft, ist demnach geleaked - aber weiterhin nicht offiziell erschienen und vorerst in der Mottenkiste eingelagert worden. (K)ein Grund zu trauernd.
Dass Alben in überarbeiteter Form neu aufgelegt werden ist längst keine Seltenheit vor. Dass Bands - wie Amenra zwischen der Veröffentlichung des Originals und De Doorn (Alternate Mix) - keine sieben Monate verstreichen lassen, ist dann aber doch erstaunlich.
Knapp zwei Jahre, nachdem Miles und Becca Robinson dem Big Apple und Brooklyn den Rücken gekehrt haben, um im ländlichen Vermont ein neues Leben zu beginnen, hat das Drug Couple sein Debütalbum Stoned Weekend aufgenommen.
Zwischen mechanischen Power Noise Electronics und verflucht heulendem Drone Metal: Die Katalysatoren von The Body machen für Enemy of Love gemeinsame Sache mit dem kalifornischen Krawallschrauber OAA.
Adam Miller bündelt mit Gateway einen von seinem typischen Gitarrespiel definierten Ambient-Soundtrack, der den ästhetischen Kosmos der Chromatics jenseits von Johnny Jewel zeigt.
Der 14 jährige schwedische Wunderbub Daniel Katz erweitert das Indie Folk-Spektrum seines Our Quiet Commotion-Debütalbums Hallå, Kära Flod! mit All Others Strange - als hätte Elliott Smith unter der Regie von Alex G zwischen seine Microphones-Alben ein paar Guided by Voices-Platte geschummelt.
Tálcunnana dëhajma tun dejl bënatsë abcul’han dlhenisë ëlh inagat, jahadlhë adrhasha dauzglën nu dlhevusao ibajngra nava líeshtamhan ëf novejhan conetsë danëctsë kin, ëf tu dlhicadëtrhënna bë ablhundrhaba judjenan alhëtangrasë shidandlhamësë inkom - oder: Das dritte Studioalbum in ebenso wenigen Jahren ist für Trhä die weiterführende Fusion aus rohem Lo-Fi-Black Metal und beinahe persiflierend gut gelauntem Dungeon Synth.
Mit dem Hype um Errorzone im Rücken, neu geknüpften Business-Banden zu Nuclear Blast und einem Blick auf die namhafte Gästeliste, schien es absolut logisch zu sein, dass Vein.fm mit ihrem Zweitwerk einen markanten Schritt Richtung Breitenwirksamkeit machen würden - und dann knallen einem die Bostoner derart unverhohlen einen kaum zu bändigen Metalcore-Hassbatzen wie This World Is Going to Ruin You vor den Latz.










