Album
Ein bisschen Trick and Tread: Anstelle des seit zehn Jahren angekündigten Stampede of the Disco Elephants oder einem in der Zwischenzeit ebenfalls in Aussicht gestellten Nachfolger zu The Unquestionable Truth spendieren Limp Bizkit zu Halloween kurzerhand Still Sucks - ihr erstes Album seit einer Dekade.
Extase im Weltraum: Das Schweizer Quintett Stortregn besticht auf seinem (je nach Zählweise wohl) fünften Studioalbum Impermanence mit einer konstanten, schwindelig machenden Virtuosität.
Alternative Rock mit omnipräsenten Country-Tendenzen zeigen Jerry Cantrell so zugänglich wie nie zuvor: Brighten ist also nicht das Album, auf das man fast zwei Jahrzehnte seit dem überragenden Monolithen Degradation Trip gewartet hat.
Damit konnte man aufgrund des stetigen qualitativen Abstieg nach The Bones of What You Believe sowie der Talsohle Love is Dead samt Death Stranding-Single-Pleite nicht rechnen: Chvrches haben mit Screen Violence ihr ziemlich sicher stärkstes Album aufgenommen.
Funken sprühen mag der Grad der Inspiration hier wirklich nicht, aber das geht überraschenderweise dann doch absolut klar: Richard Ashcroft sonnt sich auf Acoustic Hymns Vol. 1 gefällig im unkapputbaren Glanz alter Großtaten.
Eine allgemeine Schwäche für den weiten Raum um etwaige Ambient- und Post-Spielarten sowie eine spezielle Verehrung für Material aus dem Fuck The Facts-Umfeld schadet zumindest nicht, um auf Seul aufmerksam zu werden - wertschätzen wird man diese 30 Minuten Kopfkino aber auch ohne diese Voraussetzungen.
Bedenkt man, welch ein Ereignis die Rückkehr von Esoteric 2019 war, ist es eigentlich eine Schande, wie sehr Companion, das Comeback der Institution Skepticism, nun abseits des Radars geschieht.
Zugänglich wie nie, doch James Blake kann nicht aus seiner melancholischen Haut: Auf Friends That Break Your Heart befindet sich der Engländer auf existenzieller Sinnsuche jenseits des privaten Beziehungsglücks.
Intimes Storytelling statt megalomanischen Bombast: Nach zwei rehabilitierenden Werken im pompösen Glamor-Stadionrock haben The Killers mit Pressure Machine gewissermaßen ihr Nebraska aufgenommen.
Frank Carter bietet sich und seine Rattlesnakes mit dem konsensfreundlichen Punkrock von Sticky endgültig dem frühabendlichen Festival-Programm feil, und wird seinen Job dort auch mit viel Effizienz erledigen.










