Album
Norah Jones kehrt aus der Lounge zurück und holt auf ihrem siebten Studioalbum Pick Me Up Off the Floor den Jazz Pop wieder in den Fokus, wandert aber fein nuanciert auch hin zu Ideen außerhalb ihrer angestammten Komfortzone.
Alles wie immer - und vielleicht trotzdem wichtiger denn je: Run the Jewels 4 spielt die längst perfektionierten Signaturen des freigiebigen Duos zwischen triumphalem Schaulaufen und routinierter Klasse gekonnt aus.
Die personell um Doug Martsch wieder einmal neuformierten Built to Spill waren zuletzt als Backingband von Daniel Johnston geladen: "This is what those rehearsals sounded like". Nun zollt die Indie-Institution dem ewigen Geheimtipp Tribut - "Recorded in 2018 by Jim Roth and featuring Steve Gere on drums and Jason Albertini on bass".
Seit ihrem soliden Debüt A Steady Descent Into the Soil vor fünf Jahren haben Vile Creature immer markanter werdende Spuren im Koordinatensystem des Doom- und Sludge hinterlassen - mit Glory, Glory! Apathy Took Helm! nun mehr denn je.
Fit for an Autopsy-Gitarrist und Szene-Produzent Will Putney reaktiviert seine (seit der ersten EP From the Unforgiving Arms of God von 2017 mittlerweile personell leicht veränderte) Allstar-Kombo End für deren ersten Langspieler Splinters From an Ever-Changing Face.
Im sowieso so starken Screamo-Jahrgang 2019 war das selbstbetitelte Debüt von Nuvolascura (zumindest nominell nicht aus dem Stand heraus) das Highlight. Nur knapp 17 Monate später ist der Nachfolger As We Suffer From Memory and Imagination dieser Vorgabe zumindest ebenbürdig.
Nach (dem im Rückblick weitaus weniger Eindruck als 2013 erwartet hinterlassen habenden) Volition und der Veröffentlichung des seriellen Sammelsurium-Kurzformates Pacific Myth markiert Palimpsest für Protest the Hero die Rückkehr zum klassischen Album-Format.
In Relation zum bisherigen Veröffentlichungsrhythmus hat es diesmal vier lange Jahre gedauert, bis Mike Kinsella wieder Zeit für Owen findet. Dafür legt The Avalanche sein Singer Songwriter/Indie Folk-Trostpflaster in bittersüß-sentimentalen Melancholie aber auch umso vielseitiger auf.
Eigentlich ein schlechter Scherz: Beinahe ein Jahrzehnt haben A Dark Orbit ihr eigentliches Debütalbum Parhelion in der Mottenkiste ausharren lassen - und der Welt damit einen im Djent, progressiven Metal und technisch perfiden Mathcore wütenden Koloss von einer Platte vorenthalten.
Doolhof sind ein für das Roadburn 2019 geborenes Projekt von Aaron Turner, MC Dälek und Audio/Visual-Artist Dennis Tyfus - ihre (nomen ist omen) labyrinthische Soundcollage aus Noise-, Drone-, Industrial-, Dark Ambient- und Spoken Word-Versatzstücken gibt es nun als Download via Sige Records.










