EP
Sowohl HELL (mit HELL auf Platz 30) als auch Primitive Man (mit Caustic auf Platz 6) prägten unsere Jahrescharts 2017 massiv. Knapp zwei Jahre später kommt es zum vielleicht unausweichlichen Split-Treffen der beiden Doom-Schwarzmaler.
Simultan zur Neuauflage des dreizehnjährigen Jubiläums von Ten Silver Drops veröffentlichen Secret Machines mit den Allaire Sessions auch B-Seiten und Raritäten des (gefühltermaßen finalen) Bandalbums.
Was für ein Einstand! A.A. Williams, eine Singer-Songrwriterin aus Greater London, sorgt mit ihren introspektiven Endzeitballaden innerhalb des Rosters von Holy Roar Records für gewaltige Aufregung.
Rosetta bewegen den EP-Appendix Sower of Wind thematisch in alle vier Himmelsrichtungen, orientieren sich dabei aber stilistisch an den grenzenlosen Weiten des Ambient-Space als sehnsüchtig entfernten Referenzpunkt.
Ihre produktive Phase umfasst streng genommen zwar gerade einmal um die viereinhalb Jahre. Allerdings hat es sich eine der besten und wichtigsten Emocore-Bands aller Zeiten über ihre zwei stilbildenden Genre-Meisterwerke fraglos verdient, ihren 25. Geburtstag mittels One Day When We Are Young zu feiern.
Wieder nicht das versprochene Album, aber egal: Black Thought toppt mit Streams of Thought, Vol. 2 schließlich nicht nur den vorangegangenen Teil, sondern reklamiert im Grunde auch die Rap-Krone 2018 für sich.
Perlen vor die Säue: Erst sobald man sich auf Let Our Names Be Forgotten durch die mediokre Unausgegorenheit von Ragana gekämpft hat, servieren Thou zwei absolute Highlightsongs ihres makellosen Wahnsinnsjahres.
Wieder mit mehr Zug zur punkigen Eingängigkeit, aber weiterhin ohne die nachhaltige Klasse von einst: AFI agieren auf The Missing Man, ihrer ersten EP-Veröffentlichung seit knapp 16 Jahren, schmissig wie lange nicht.
Was im vergangenen Jahr bis zu einem gewissen Grad auch durch seine neuen Projekte Spit Spot und Push Over unterstrichen wurde: Letztendlich spielt es nur eine untergeordnete Rolle, unter welchem Banner Thomas Erak seine Songs veröffentlicht - sei es bei The Fall of Troy, Just Like Vinyl oder nun eben offiziell als Vorstand von The Shoreline.
2017 konnte man noch unentschuldigt übersehen, dass Algiers eine eigene Tape/Zine-Serie gestartet hatte, immerhin konnte das furiose Jahreshighlight The Underside of Power einem schon die Sicht auf etwaige Nebenschauplätz verstellen. Spätestens mit 1st November 1954 - "Part 3 in our continuing music/zine series, comes with a digital copy of Zine #3" - sollte man dieses potentielle Versäumnis nun aber korrigieren.










