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Neben dem üppigen The National-Doppelalbum I Am Easy to Find hat der Bryce Dessner seine Diskografie in den vergangenen Monaten bereits über eine Kooperationsplatte mit Bonnie 'Prince' Billy sowie dem kammermusikalischen Orchesterwerk El Chan aufgefüllt. Nun folgt in Form von The Kitchen auch noch seine erste Soundtrackarbeit (von insgesamt drei für 2019 angekündigten).
WAS! FÜR! EIN! SPEKTAKEL! Knapp 14.500 Besucher dürfen in der Stadthalle Graz nach absurden Superlativen ringen, wenn Muse auf ihre Simulation Theory World Tour die Standards für Arenashows mit viel Effektgewitter neu vermessen.
Mit den aktuell ebenfalls aufdrehenden Kollegen Nuvolascura im Rücken, dem (unsäglich kategorisierten) Skramz-Hype rund um Label wie Zegema Beach Records an der Seite, sowie den (mutmaßlich wohl polarisierenden) Jeromes Dream-Comeback vor Augen, sind Lord Snow mit Shadowmarks weiterhin - und mehr denn je - das beste, was dem anachronistischen Screamo und Emoviolence passieren kann.
Brandon Williams ist mit dem Chastity-Debüt eines der stärksten Alben des vergangenen Jahrganges gelungen - nicht nur in der hiesigen Endabrechnung kletterte das Konzeptwerk Death Lust selbstverständlich bis in die Top Ten.
22° Lunar Halo ist das zweite von zwei Avantgarde-Releases von Sigur Rós zum Record Store Day 2019. Vielleicht nicht, wonach es dem Fan an sich zu verlangen glaubt - und dann auch tatsächlich eher eine Diskografie-Fußnote ohne viel Wiederspielwert.
Dass man von A Whisper in the Noise seit deren 2012er Schönheit To Forget nichts mehr gehört hat, liegt vor allem daran, dass Mastermind West Dylan Thordson in der Soundtrack-Branche Hollywoods Fuß fassen konnte.
Ob er die Klampfe gerade ein- oder auspackt, bleibt bewusst offen: Selbst wenn Eyes on the Lines (2016) Steve Gunns explizitere On the Road-Platte in ständiger Bewegung war, ist The Unseen In Between weniger Ankommen, als ein sich im Kreis nach vorne drehen.
Das Besetzungskarusell von Old Wounds hat sich mit der einen oder anderen Veränderung seit The Suffering Spirit von 2015 bisweilen sogar wieder in die Ausgangslage zurück gedreht, gibt für Glow aber vor allem eine ungenierte Sicht auf die Welt von AFI und Glassjaw frei.
Joy as an Act of Resistance bedeutet Post-Punkrock in Anti-Anti-Alles, dafür ordentlich mitreißend-ausgelassener Aufbruchstimmung: Idles haben mit ihrem Zweitwerk ausdrücklich ihren Spaß daran, sich verletzlich zu zeigen, auf die Barrikaden zu steigen und sich mit trinkfesten Hymnen dezidiert auf der richtigen Seite der Fronten zu positionieren.
"A sequel or continuation down the path that began with A Crow Looked At Me": Die Welt des Phil Elverum dreht sich immer noch ausnahmslos um den Tod seiner Frau Geneviève Castrée, jedoch hat sich der Fokus für den anhaltenden Verarbeitungsprozess auf Now Only merklich erweitert.


![Muse, Dinosaur Pile-Up [29.05.2019: Stadthalle, Graz] Muse, Dinosaur Pile-Up [29.05.2019: Stadthalle, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2019/05/Muse-Live-1-e1559308231373.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)







