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Gipfeltreffen des aktuellen Post-Punk auf der Achse Kanada-Amerika, limitiert auf 1000 Vinylexemplare: Preoccupations und Protomartyr nehmen sich auf Telemetry at Howe Bridge jeweils gegenseitig einen Song der baldigen Tourpartner vor.
Selbst nach der gestiegenen Aufmerksamkeit durch seine Oscarnominierung für Mystery of Love vergeht keine (Vor-)Weihnachtszeit ohne neues Songmaterial aus dem Hause Sufjan Stevens - auch wenn es im Fall von Lonely Man of Winter genau genommen nur solches ist, das nach knapp elf Jahren aus der Zeitkapsel steigen.
So unübersichtlich ausführlich die Diskografie von Randall Dunn in seiner Tätigkeit als Szene-Allstar-Produzent, Audiotechniker, kreativer Kollaborateur, allgemeiner Musiker und experimentell veranlagtes Kollektivmitglied auch längt geworden sein mag, stellt Unloved tatsächlich das Solodebüt des niemals ruhenden Amerikaners dar.
Annähernd ein Jahr nach dem krebsbedingten Tod von Charles Bradley - und damit auch als verspätetes Geschenk zu seinem 70. Geburtstag - veröffentlichen Daptone und Dunham Records mit Black Velvet eine posthum zusammengestellte Compilation als finales, viertes Studioalbum des "The Screaming Eagle of Soul": Unersetzliche Klasse, geschmackvoll aufbereitet.
Natürlich ist Natural Rebel keineswegs so aufmüpfig, wie der Titel sowie die plakativ-energische Pose am Cover es versprechen. Doch nicht nur die Frisur samt Elder Statesman-Anzug sitzt diesmal wieder: Richard Ashcroft findet auf einem vorhersehbaren fünften Studioalbum ein kleines Stück weit zurück in die Spur.
They Are the Shield ist nominell das dritte Soloalbum von Kayo Dot- und maudlin of the Well-Vorstand Toby Driver - fühlt sich dabei allerdings wie eine Bandplatte an. Zu essentiell und prägend ist der Beitrag der versammelten Virtuosen, die dieses Ulver-infizierte Geflecht aus Jazz, Ambient, Artrock, Kraut, Prog und Score-Elementen stemmt.
Wie steigern, nach so einem Debüt? Melt Downer wissen wohl selbst, dass ein weiterer Wachstumsschub nach ihrer selbstbetitelten, so erschlagenden 2017er-Detonation kaum sinnvoll gewesen wäre. Alter the Stunt geht deswegen den smarten Weg nach innen - und akzentuiert die Vorzüge des Trios in greifbarere Formen, tauscht die Masse gegen Definition.
Dass Elvis Costello seine 2018er Europa-Tour krankheitsbedingt (und sicherlich nicht auch bedingt durch die erschreckend schwachen Ticketverkäufe) absagen musste, lässt sich durch die Konzentration auf das mehr oder minder stattdessen fertiggestellte Look Now etwas leichter verschmerzen: Ein bärenstarkes Quasi-Comeback.
Wo man dem Nighwatchman und Gitarrist von Rage Against the Machine, Audioslave oder Prophets of Rage bisher primär sein seit Jahrzehnten stagnierend-limitiertes Gitarrenspiel und überschaubares Songwriter-Talent ankreiden konnte, kommen nun auch sein Musikgeschmack samt fragwürdigen Kontaktregister in die geschmacklosesten Ausläufer der Elektronikszene hinzu.
Auch wenn Asbestosdeath und Kalas weiterhin auf Eis liegen: Es läuft derzeit für den vielbeschäftigten Matt Pike an allen Fronten - dank des grandiosen The Sciences auch mit den wiederbelebten Sleep, mit seinem Powertrio High on Fire sowieso. Trotzdem lässt sich nicht leugnen, dass sich Electric Messiah hinter all der aufgefahrenen Stoner-Thrash-Sludge-Urgewalt wie ein souveränes Verwalten der hauseigenen Komfortzone anfühlt.










