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The Underside of Power hatte es unter der unstillbaren Wucht seiner Ambitionen 2017 stilistisch noch förmlich zerrissen. Nun sprechen Algiers davon, lieber 20 unterschiedlich klingende Alben aufnehmen zu wollen. There is No Year ist insofern wohl das Gospel-Werk der sozialpolitisch unter Strom stehenden Band geworden.
Vor dem noch weiter zum Pop abzweigenden vierzehnten Studioalbum Hyperspace war Beck zu Gast in den Paisley Park Studios, um für Amazon Music seinen inneren Prince zu kanalisieren.
Dass Brittany Howard das für ihr Solodebüt zusammengetragene Material abseits ihrer veritablen Stammformation veröffentlicht, macht durchwegs Sinn: Die persönlichen und auch pflichtscheuen Perspektiven von Jaime verlangt experimentelle Freiheiten jenseits der Alabama Shakes.
Forevher verlangt mehr Eingewöhnungszeit als das starke Debüt Nothing’s Real und hat sicher auch die stärkere Konkurrenz im zeitnahen Bewertungsraum. Nichtsdestotrotz ist Shura zumindest eine Plattenhälfte drauf und dran, dem Pop ein zeitloses Geschenk zu unterbreiten.
Neben dem üppigen The National-Doppelalbum I Am Easy to Find hat der Bryce Dessner seine Diskografie in den vergangenen Monaten bereits über eine Kooperationsplatte mit Bonnie 'Prince' Billy sowie dem kammermusikalischen Orchesterwerk El Chan aufgefüllt. Nun folgt in Form von The Kitchen auch noch seine erste Soundtrackarbeit (von insgesamt drei für 2019 angekündigten).
Joanthology lehrt: Nach knapp 15 Jahren Solokarriere ist die Zeit reif für einen ersten umfassenden Rückblick über das bisherige Schaffen der Joan Wasser als Police Woman. Inklusive einer wunderbaren BBC-Session.
Wenn 2018 das Jahr der überwältigenden Studio-Veröffentlichungen für Thou war, ist 2019 ihr ganz persönlicher Triumphzug in Live-Angelegenheiten. Nachzuhören unter anderen in einer aktuellen Audiotree Session.
Miguel Jontel Pimentel hat nach seinem Oscar-prämierten Duet Remember Me mehrmals prolongiert, seine spanischsprachigen Wurzeln ergründen zu wollen. Die Latino-EP Te Lo Dije ist ein erster Ansatz dazu - allerdings ein leidlich inspirierter, zumindest zu zaghaft ausgeführter.
Mit über einem Jahr Verspätung ist das Black Album nur wenige Wochen nach dem petrolfärbigen Treppenwitz tatsächlich der prolongierte Gegenpol zum weißen 2016er-Triumph von Weezer geworden. Leider vor allem in qualitativer Hinsicht.
Grindcore ohne Scheuklappen, gnadenlos eingestellt: Elder Devil halten mit ihrem Langspieler-Debüt The Light Dimmed Eternal nahezu alle Versprechen, die sie 2017 über den grandiosen Einstand Graves Among the Roots gegeben haben.










