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Johnossi thematisieren auf Mad Gone Wild die dunklen Zustände der Seele, untermauern dies aber vor allem mit ihrer interessantesten Platte seit...ja, womöglich gar seit dem selbstbetitelten Debüt von 2006.
Manchmal genügt ein wunderbares Artwork, um auf ein Album bisher unbekannten Ursprungs aufmerksam zu machen - in diesem Fall gelingt dies He Went to the Sea, dem märchenhaften Debütalbum von Géonne Hartman.
Elf Jahre nach Electric Guitar gebiert die zuletzt mit Engine of Hell (2021) und Orpheus Looking Back selbstanalytisch in sich gehende Emma Ruth Rundle mit dem realitätsfernen EG2: Dowsing Voice einen indirekten geistigen Nachfolger zu ihrem ihrem Solodebüt.
Ziemlich überraschend beschenkt Country-Ikone Willie Nelson sich und seine Fan pünktlich zu seinem 89. Geburtstag überraschend mit (je nach Zählweise) Studioalbum Nummer 72. Keine Überraschung ist hingegen, dass A Beautiful Time mal wieder ziemlich toll geworden ist.
„Recorded on a classical guitar with 5 strings during isolation“. Joy Jordan reflektiert die unlängst durchstande Covid-Erkrankung von Oli Knight und bringt den Charakter seiner GItarrenminiaturen wunderbar auf den Punkt: "Even though there are no words it sometimes feels like I’ve just posted a bunch of pages from a diary and leaves me feeling a bit exposed and fragile."
„Musik ist der Exorzist von Stress.“ sagt Kurt Vile, seines Zeichens längst der Zen-Meister des Indie-Slackertums, und nimmt mit (watch my moves) ein schaulaufendes Album auf, das niemandem mehr etwas beweisen muss.
Omnium Gatherum beginnt wie das Opus Magnum der Dauerveröffentlicher von King Gizzard & The Lizard Wizard - treibt dann als vogelfrei in griffige Formen gegossenes Sammelsurium aber doch „nur“ die stilistische Unberechenbarkeit der Band auf die Spitze.
Kein Grund zum Fluchen: Fontaines D.C. kehren auf Skinty Fia in ihre Heimat zurück um die Erkenntnisse zu übersetzen, die rund um das zwei Jahre alte A Hero's Death die Perspektiven erweiterten.
Nirvana-Bassist Krist Novoselic hat nicht nur seine Giants in Trees-Kollegin Jennifer Johnson und Jillian Raye sowie das Soundgarden-Doppel aus Gitarrenwizard Kim Thayil und Pearl Jam-Drummer Matt Cameron für seine veritable Seattle-Supergroup 3rd Secret rekrutiert, sondern auch den lange verschollenen Bubba Dupree.
Daniel Gorseling alias Roaming in Limbo bleibt die bis dato feinste Neuentdeckung 2022, indem er seinem überragenden Debütalbum Permutations mit der Shadowplaying EP einen beinahe ebenbürtigen Appendix spendiert.










