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Ob er die Klampfe gerade ein- oder auspackt, bleibt bewusst offen: Selbst wenn Eyes on the Lines (2016) Steve Gunns explizitere On the Road-Platte in ständiger Bewegung war, ist The Unseen In Between weniger Ankommen, als ein sich im Kreis nach vorne drehen.
Weezer trollen wo es geht, haben hinter dem cheesy petrolenen Banner ein bewusst geschmackloses Gag-Album ohne erkennbare Pointe aufgenommen: The Teal Album ist auf seinem Ritt durch die 80er und 90er schließlich sogar zu kantenlos und risikoscheu, mutlos und gefällig ausgefallen, als dass der Witz auf eigene Kosten gehen würde.
Halb Pflicht- und halb Arbeitssieg, dazu allerdings auch mehr Aussicht auf die Kür als bisher: John Garcia bedient seine Solodiskografie bedingungslos anhand der Erwartungshaltung anachronistischer Wüstenjünger durch leidlich inspirierte, aber enorm effektive Genre-Simplizitäten.
Der Pool an Platten, die für die Heavy Pop Best of 2018-Liste in Frage kamen, war in diesem Jahr mehr als doppelt so lange wie 2017. Die traditionellen Honorable Mentions fallen deswegen auch weniger obskur aus dem Spektrum der restlichen Top 50, als dass sie diesmal expliziter als sonst bereits als verlängerter Arm der Charts verstanden werden dürfen: Falsch macht man mit diesen 15 hervorragenden Alben jedenfalls definitiv nichts, sie seien jedem ans Herz gelegt!
Dieser Neoromancer schwelgt in der wunderbar dicht stehenden, sphärischen Resonanz einer niemals ganz greifbaren Melancholie: Das vielversprechende Inner Workings war tatsächlich nur die erste abtastende Aufwärmrunde für die nunmehr nahezu formvollendet auftretenden Haunted by the Remote.
Als wir The Pains of Being Pure at Heart zuletzt sahen, standen Überlegungen im Raum, die einstige Jangle Pop-Sensation nach The Echo of Pleasure eventuell gar zu den Akten zu legen. Jetzt (...) hat Kip Berman stattdessen Tom Pettys Debüt-Soloalbum Full Moon Fever vollständig gecovert.
Wieder mit mehr Zug zur punkigen Eingängigkeit, aber weiterhin ohne die nachhaltige Klasse von einst: AFI agieren auf The Missing Man, ihrer ersten EP-Veröffentlichung seit knapp 16 Jahren, schmissig wie lange nicht.
Wenn Margaret Chardiet als Pharmakon ganz frontalen Terror betreibt, beschwört Frederikke Hoffmeier als Puce Mary auf The Drought den vergleichsweise subversiv einwirkenden Elektronik-Noise-Horror.
Was im vergangenen Jahr bis zu einem gewissen Grad auch durch seine neuen Projekte Spit Spot und Push Over unterstrichen wurde: Letztendlich spielt es nur eine untergeordnete Rolle, unter welchem Banner Thomas Erak seine Songs veröffentlicht - sei es bei The Fall of Troy, Just Like Vinyl oder nun eben offiziell als Vorstand von The Shoreline.
Eine Pause von knapp einer Dekade passt ja durchaus zum zyklisch aus der Erinnerung heraus operierenden Charakter von The Good, The Bad & The Queen. Dennoch umso überraschender, dass sich die derart anachronistisch in der Vergangenheit verankerte Band erst von der Brisanz zeitpolitischer Gegebenheiten für Merrie Land aus der Reserve locken lässt.










