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Die beste Soundtrackarbeit eines Radiohead-Musikers wird am Ende des Jahres 2018 Dank Phantom Thread zwar von Veteran Jonny Greenwood stammen. Doch auch Thom Yorke beweist mit Suspiria (Music for the Luca Guadagnino Film) - nun eindrucksvoll seine überzeugenden Fähigkeiten am Score-Markt.
Traditionsbewusstsein alleine genügt Gouge Away nicht mehr: Burnt Sugar klingt, als wäre das Hardcore-Vermächtnis von Punch über das scheppernde Rock-Verständnis von Priests hin zu den Pixies über den Drive von Be Your Own Pet ausgeglichen worden.
Phil Elverum alias Mount Eerie trägt die Songs seiner 2017er-Überwältigung A Crow Looked at Me sowie des diesjährigen - zum Aufnahmezeipunkt von (after) noch nicht veröffentlichten - Nachfolgers Only Now in spartanischer Klarheit auf die klerikale Bühne.
Sein starkes zweites Soloalbum To Cure a Blizzard Upon a Plastic Sea bekommt von Mike Vennart und seiner Band einen atmosphärischen EP-Trabanten zur Seite gestellt: Copeland hallt mit vier Instrumentaltracks sowie einer nominellen B-Seite nach.
Thou pflegen Traditionen und genießen neue Perspektiven: Magus übernimmt im Ansatz das Erbe von Heathen, führt aber vor allem die Fäden der dem fünften Studioalbum vorauseilenden drei EP-Herolde (alias Ceremonies of Consolidation) stilistisch zusammen.
Ohne sich dezidiert aus vertrauten Hoheitsgebieten zu entfernen, ist Palms beinahe das frische und ambitionierte Werk geworden, dass man sich von Thrice eigentlich bereits vor zwei Jahren anstelle des symptomatisch betitelten To Be Everywhere is To Be Nowhere gewünscht hätte.
Fünf Jahre nach Black Pudding experimentiert das kongeniale Duo Mark Lanegan und Duke Garwood auf seinem zweiten Kooperationsalbum With Animals, wie konsequent sich ambienter Blues das Fleisch von den Knochen schälen lässt.
Schon vor Death Lust war da eine Faszination für die Wechselwirkung von Gegensätzen, psychischen Problemen und einer ganz allgemeinen suburbanen Tennage Angst. "Ich bin entweder wütend oder traurig" gab Brandon Williams - Herz, Hirn und weitestgehend ohnedies auch alleinige Repräsentationsfläche von Chastity in Personalunion - rund um die Chains-EP zu Protokoll.
Alice In Chains nehmen jedweden Ansatz von Nostalgie wertkonservativ in die Mangel: Das Klassiker-Fließband der Institution um Jerry Cantrell läuft kurz vor dem Release des sechsten Studioalbums ohne jede Abnutzungserscheinungen.
Manchmal sollte es doch erlaubt sein, eine Platte nach Artwork, Titel und Cover zu beurteilen. Zumindest im Falle von Love is Dead entpuppt sich die Musik hinter der Auftrittsfläche enttäuschenderweise nämlich tatsächlich weitestgehend als das adäquat penetrant zum Auftreten passende, eindimensional konstruierte Synthpop-Fast Food.









![Alice in Chains, Mother’s Cake [30.06.2018: Arena, Wien] Alice in Chains, Mother’s Cake [30.06.2018: Arena, Wien]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2018/07/Alice-in-Chains-Live-1-e1530543879250.jpeg?resize=205%2C205&ssl=1)
