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Dass Alexander Giannascoli alias (Sandy) Alex G nach Jahren der Major-Unterstützung justament jetzt durch die Decke geht, hat einen guten Grund: Selbst wenn man bisher wenig mit den Alben des Mannes aus Philadelphia anfangen konnte, ist House of Sugar doch eine sehr einnehmende Angelegenheit.
Kaum haben sie sich von Danger Mouse losgesagt, läuft es (in künstlerischer Hinsicht) wieder für die Black Keys: Let's Rock gelingt mit Brother'scher Kompaktheit der gepflegt weichgespülte Rock, an dem El Camino und vor allem Turn Blue noch substantiell scheiterten. Auch dank eines geschickt-manipulativen Kniffes.
Thom Yorke hat seinen patentieren Stil der träumend-pulsierenden Elektronik mittlerweile so weit verinnerlicht, dass er ihn mittlerweile (gemeinsam mit Nigel Godrich) wohl im Schlaf meisterlich produzieren kann. Auf der Strecke bleiben dabei auf Anima aber bisweilen doch auch einmal mehr Emotionen.
Kameron Bogges lässt abstruse Kompensationshandlungen in Form von Konzeptalben über das Backen von Bananenbrot und andere Parodien als Four Hoove Death Pig hinter sich: Unter dem neuen Alias An Isolated Mind stellt er sich auf I'm Losing Myself seinen psychischen Problemen.
Aktuell ist eine der ganz wunderbaren Piano-Aufarbeitungen von Trevor Alan Gomes zur kleinen Game-Sensation Celeste erschienen. Deren Soundtrack-Urheberin Lena Raine selbst ist derweil bereits weiter und legt mit Oneknowing ihr nominelles Debütalbum vor.
Grindcore ohne Scheuklappen, gnadenlos eingestellt: Elder Devil halten mit ihrem Langspieler-Debüt The Light Dimmed Eternal nahezu alle Versprechen, die sie 2017 über den grandiosen Einstand Graves Among the Roots gegeben haben.
Mit dem kompromisslosen Kraftakt Summertime '06 (2015) sowie der eklektisch-visionären Kreativparty Big Fish Theory (2017) hat Vince Staples sich als eines der heißesten Eisen an der Speerspitze des Rapgame positioniert. Mit FM! erlaubt er sich nun, diesen Status Quo für den Moment aber auch einfach zu ignorieren.
Aus den angekündigten EPs wurde umständlicherweise kurzerhand ein Album zusammengepfuscht, während Rick Rubin den Sound torpediert: Drei Viertel der Originalbesetzung der Smashing Pumpkins vertändeln die Möglichkeit, mit - Luft holen! - Shiny and Oh So Bright, Vol. 1 / LP: No Past. No Future. No Sun. eine tatsächlich begeisternde Rückkehr zu veröffentlichen.
Dass Trend-Trittbrettfahrer Matthew Bellamy Simulation Theory nach dem misslungenen 2nd Law sowie der überzeugenden Sicherheitsplatte Drones einen konsequent-radikalen 80er-Sound verpasst hat und dahinter den supereingängigen Popappeal markant hochfährt, steht Muse erstaunlich gut. Schade nur, dass das Songwriting da nicht ganz mithalten kann.
Die beste Soundtrackarbeit eines Radiohead-Musikers wird am Ende des Jahres 2018 Dank Phantom Thread zwar von Veteran Jonny Greenwood stammen. Doch auch Thom Yorke beweist mit Suspiria (Music for the Luca Guadagnino Film) - nun eindrucksvoll seine überzeugenden Fähigkeiten am Score-Markt.










