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Ein See, ein Tänzer, Herbst: Heavy Pop präsentiert das neue Video Schatten Island der Wiener Band Lady Lynch, das uns suggestiv in andere Landschaften führt.
Emma Ruth Rundle hat in Jaye Jayles Evan Patterson einen Seelenverwandten gefunden und für On Dark Horses nicht mehr alle Gitarrenpars selbst gespielt. Das gibt ihrem vierten Soloalbum nicht nur eine optimistischere Perspektive, sondern auch die Freiheiten, um ihren schwer festzumachenden Sound noch weiter streifen zu lassen als bisher.
Greg Puciato, Joshua Eustis und Steven Alexander rekonstruierten auf Infinite Games ihre Vorliebe für anachronistischen 80er-Synthpop und elektronischen Ambient-Wave noch homogener und zwangloser, als bereits auf dem weitestgehend übersehenen Vorgänger Fever Daydream.
Mit dem zum gigantischen Bombast strebenden, dezidiert das Meisterwerk anvisieren wollenden The Satanist sind Behemoth endgültig über die Blackened Death Metal-Grenzen in der konsenstauglichen Wahrnehmung der Masse angekommen. Nergal ist nun schlau genug, um vier Jahre später den Spagat zu wagen: I Loved You at Your Darkest geht nicht an der Größe seines Vorgängers zu Grunde und nimmt das gewachsene Publikum dabei über ein flexibleres, weniger extremes Songwriting mit.
Rückblickend muss man sich schon fragen, ob die Bewertungsmaßstäbe für das Afterman-Doppel Ascension und Descension sowie The Color Before the Sun nicht gach zu niedrig angesetzt waren. Schließlich zeigt Vaxis – Act I: The Unheavenly Creatures, wo die Leistungsgrenzen von straight zu Werke gehenden Coheed and Cambria auch 15 Jahre nach ihrem Zenit In Keeping Secrets of Silent Earth: 3 noch liegen können.
So irritierend die exzessive Zuneigung von Ex-The Icarus Line-Boss Joe Cardamone für zeitgeistaffinen Hip Hop vor ein paar Jahren auch sein konnte - spätestens mit seinem Solodebüt Holy War macht sie nun sogar durchaus Sinn.
Traditionsbewusstsein alleine genügt Gouge Away nicht mehr: Burnt Sugar klingt, als wäre das Hardcore-Vermächtnis von Punch über das scheppernde Rock-Verständnis von Priests hin zu den Pixies über den Drive von Be Your Own Pet ausgeglichen worden.
Auch wenn Ian McCulloch und Will Sergeant das Kind nicht beim Namen nennen wollen: Das als offiziell dreizehntes Studioalbum von Echo & The Bunnymen firmierende The Stars, the Oceans & the Moon ist im Grunde eine Best of-Compilation im modernisierten Sound, samt zweier neuer Songs.
Ohne Randall Dunn am Produzentenstuhl entschlackt Marissa Nadler ihren gespenstischen Folk und legt mit For My Crimes ein klassischeres, weil wieder archaischeres Werk, als es die beiden Vorgänger July (2014) und Strangers (2016) waren, vor.
Keine zwei Jahre nach dem schaumgebremst wirkenden, doch auch ernüchternd milden Life Without Sound entdecken Cloud Nothings für Last Building Burning die Liebe zum aus der Garage prügelnden Krach wieder, haben Spaß am tobsüchtigen Austicken und dem Kanalisieren von purer Energie.










