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Vielleicht haben Will Haven mit Muerte endgültig das Album aufgenommen, dass die Deftones so brutal und finster nicht (mehr) aufnehmen können und/oder wollen. Wahrscheinlich ist es insofern nur logisch, dass sich Stephen Carpenter deswegen auf die Gästeliste der Platte hat schreiben lassen.
Es schien bereits so, als wäre A1V beim Versuch ein zweites Alrakis-Album zu entdecken, in den Weiten des Kosmos verschwunden. Das aus dem Nichts kommende Echoes from η Carinae fesselt auch deswegen nur umso überwältigender.
Chapeau: Der alleinerziehende The X-Faktor-Papa Jeff Gutt erledigt seinen Job als Scott Weiland-Ersatz überraschend gut, die Kernzielgruppe kann zufrieden sein. An das zweite selbstbetitelte Schon-Wieder-Comeback der Stone Temple Pilots wird man sich wohl dennoch nicht lange erinnern.
Mit (dem 2017 in einer grandiosen Rundumversion neu aufgelegten) Lift to Experience-Debüt [amazon_link id="B01N8SKFMB" target="_blank" ]The Texas-Jerusalem Crossroads[/amazon_link] sowie seinem Solo-Einstand [amazon_link id="B004IJESY8" target="_blank" ]Last of the Country Gentlemen[/amazon_link] von 2011 hat Josh T. Pearson gerade einmal zwei vollwertige Studioalben benötigt, um sich eine enigmatisch zur Legendenbildung tendierende Reputation aufzubauen. Mit The Straight Hits! scheint er diesen Ruf nun demonstrativ untergraben zu wollen.
Nur fünf Alben haben Mournful Congregation über das vergangene Vierteljahrhundert hinweg verteilt veröffentlicht, alleine sieben Jahre sind seit The Book of Kings vergangen. Wo der Faktor Zeit im Kosmos der Band aber ohnedies relativ wird, zelebrieren die szenedefinierenden Australier die überwältigende Schönheit des Funeral Doom auf The Incubus Of Karma nun umso auslaugender, vielleicht sogar erhabener denn je.
Es scheint fast so, als wäre The Sword für Used Future grundsätzlich der Sinn danach gestanden, die stilistischen Freiheiten von High Country (und seinem Zwilling Low Country) auf noch ungezwungener schweifende Art außerhalb ihres angestammten Korsetts fortzuführen, bevor man J.D. Cronise und Co. doch noch zu einigen kompromissbereiten Zugeständnissen überzeugen konnte. Schade.
Während Albert Hammond Jr. das Vermächtnis der Strokes mit dem verdammt zuverlässigen Francis Trouble solide verwaltet, zelebriert Julian Casablancas die anhaltende Funkstille seiner Stammband nach Past Present Future ein weiteres Mal als Option zum Überschuss, hat für Virtue die psychotische Unberechenbarkeit des Debüts aber gegen eine sich selbstgefällig labende Unausgegorenheit getauscht.
"A sequel or continuation down the path that began with A Crow Looked At Me": Die Welt des Phil Elverum dreht sich immer noch ausnahmslos um den Tod seiner Frau Geneviève Castrée, jedoch hat sich der Fokus für den anhaltenden Verarbeitungsprozess auf Now Only merklich erweitert.
Auch wenn das transportierte Gemeinschaftsgefühl hinter New Material zwischen den Zeilen gestiegen sein mag, die Dark Wave-Sequenzen in ihrem Postpunk nunmehr noch dunkler als bisher schon funkeln und die Kanadier zudem definitiv Pornography als Stimmungsmusik gehört haben, macht das Zweitwerk von Preoccupations praktisch nahtlos beim selbstbetitelten 2016er-Debüt weiter. Weiterhin ist insofern kaum jemand schnörkelloser darin, seine Alben adäquat zu betiteln.
Näher ran an ein sechstes Studioalbum der Strokes wird man gefühltermaßen bis auf weiteres wohl nicht kommen, doch Albert Hammond Jr. muss sich mit Francis Trouble auch (ein weiteres Mal) gar nicht unbedingt eklatant vom Sound seiner Stammband - oder seiner bisherigen drei Soloalben - emanzipieren: Zehn smarte Indierock-Ohrwürmer erweitern die Diskografie des 37 Jährigen überraschungsarm, aber enorm zuverlässig.










