Reviews
Robbie Williams beendet die längste Plattenpause seiner Karriere - fast zehn Jahre sind seit The Heavy Entertainment Show vergangen und immerhin über sechs seit The Christmas Present - mit Britpop, das so betont kraftvoll auftretend auch als Statement verstanden werden will.
Chad Kapper und Aaron D.C. Edge liefern mit der [am 13. Februar 2026 erscheinenden] The Decomposition EP einen ersten Teaser auf das, womit sie demnächst im Album-Format die Grenzen des Avantgarde Tech Metal herausfordern werden.
Justin Vernon kann sich nach Sable, Fable zumindest vorerst nicht vorstellen, noch einmal Musik als Bon Iver aufzunehmen. Seinen karitativen Beitrag zu den politischen Auflehnungen in Minnesota will er so zumindest in Form einer Live-Version von Naeem beisteuern.
Backengrillen spielen als die erste von zwei Post-Refused-Splittergruppen auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum selbstpeoklamierten „Anti-fascist, anti-racist, free form Death Jazz“.
Auch Billy Bragg muss die Tötungen von Renee Good und Alex Pretti (respektive der Lage in Minnesota allgemein) in Songform verarbeiten: City of Heroes entstand innerhalb von 24 Stunden.
Fat Mike und Co. haben 2024 eigentlich einen Schlussstrich unter das Kapitel NOFX gezogen. Mit der Single Minnesota Nazis klinken sie sich aber neben dem Boss, Billy Bragg und anderen in die Protestwelle gegen das aktuelle politische Klima der USA ein.
„This was released today, and well... I may or may not be a part of it. You tell me. Either way, all proceeds go to the Immigrant Defense Project and the National Immigration Law Center.“ bewirbt Justin Pearson die Fuckin' Bitch EP von Anal Trump.
Nach einem erstaunlich starken Start in das neue Jahrtausend haben es sich Kreator zuletzt relativ solide liefernd auf einen die Stärken der Band nicht mehr fokussierenden Autopilot geschaltet gemütlich gemacht (bzw. mit Hate Über Alles gar frustrierend enttäuscht). Krushers of the World schickt sich jedoch an, wieder hungriger aufzutreten.
"King Trump's private army from the DHS/ Guns belted to their coats/ Came to Minneapolis to enforce the law/ Or so their story goes": Der Boss spricht mit Streets of Minneapolis Klartext zu den Zuständen in den USA - mit einem Song, der sich vom mediokren Standard zum Ohrwurm auswächst ist.
Shaking Hand aus Manchester empfangen anhand ihres zwischen den Stühlen des Indie, Midwest Emo und Post- wie Mathrock sitzenden Debütalbums all jene mit offenen Armen, die die 90er vermissen.










