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Ob Rival Sons nach dem Senkrechtstart von Greta Van Fleet ihre Retrorock-Felle wegschwimmen sehen haben? Egal - für Feral Roots steigern Sie sich nach dem etwas egaleren Vorgänger Hollow Bones wieder ein wenig.
Wäre das hervorragende Garden of Stone 2018 nicht derart spät erschienen, wäre es in unserer Endabrechnung nicht „nur“ in die Honorable Mentions gelandet. P.A. Hülsenbecks alter Kumpane Fabian Altstötter geht mit seinem Debüt als Jungstötter insofern kein Risiko ein: Love Is positioniert sich mit seinen weihevollen Mitternachtsballaden im Bariton als frühes Jahreshighlight 2019.
Nach dem boygenius-Intermezzo im vergangenen Jahr der nächste Eintrag von Phoebe Bridgers in ihren Allstar-Kombo-Sammelheft: Auf dem selbstbetitelten Debütalbum von Better Oblivion Community Center macht sie gemeinsame Sache mit ihrem alten Kumpel Conor Oberst.
The Specials waren schlau genug, mehr Sorgfalt und Gedanken in die Musik, als in das karge Artwork von Encore zu stecken: Ihr klassischer 2 Tone-Reggae über soziale, politische und kulturelle Missstände liefert erstaunlich treffsicher über der Erwartungshaltung ab.
James Blake schließt mit seinem vierten Studioalbum einen Kreis: Wo er das laufende Jahrzehnt als Trends-setzender Dubstep-Visionär begann, beendet er es über den Schmelztiegel Assume Form als ungewohnt schwungvoller Zeitgeist-Epigone mit der Leichtigkeit des schwerelos-verliebten Seins im Rücken.
2018 war das Jahr, das rückblickend wohl als Beginn des Endes der Popmedien herhalten wird müssen. Mit "Fast" Eddie Clarke, Dolores O'Riordan, Mark E. Smith, Jóhann Jóhannsson, Caleb Scofield, Scott Hutchison, Stewart Lupton, Vinnie Paul, Richard Swift, Conway Savage, Mac Miller, Montserrat Caballé, Thomas Diaz, Pete Shelley und zahlreichen weiteren sind auch wieder viele große Musiker und Legenden endgültig abgetreten.
Wegen spielzeittechnisch zwar auf EP-Ebene operierender, aber nominell als Alben geführter Veröffentlichungen wie Bad Witch, FM!, B.E.D, Some Rap Songs, Criminal Body oder eben der kompletten Kanye West-Pentalogie (DAYTONA, YE, KIDS SEE GHOSTS, NASIR, K.T.S.E.) waren die Grenzen zwischen Langspieler und Kurzformat 2018 gefühltermaßen so fließend/absurd wie selten zuvor.
Cult Leader verschieben drei Jahre nach ihrem famosen 2015er Einstand Lightless Walk die Gewichtung der Heavyness in ihrem Sound. Eine Entscheidung, die A Patient Man auf eine breitere Basis stellt, aber dessen Durchschlagskraft auch ausfransen lässt.
Vouna ist das geistige Ambient Doom/Black Metal-Kind von Yianna Bekris, die mit ihrem selbstbetitelten, pastoral dräuenden Debütalbum auch für das erste Release auf Artemisia Records sorgt.
Eine Pause von knapp einer Dekade passt ja durchaus zum zyklisch aus der Erinnerung heraus operierenden Charakter von The Good, The Bad & The Queen. Dennoch umso überraschender, dass sich die derart anachronistisch in der Vergangenheit verankerte Band erst von der Brisanz zeitpolitischer Gegebenheiten für Merrie Land aus der Reserve locken lässt.










