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Das Cover mag mehr Abenteuerlust in Aussicht stellen, letztendlich spielt sich auf Love is the King, dem vierten Album von Jeff Tweedy seit 2017, aber alles in heimeliger Komfortzone für Wilco-Boss ab.
Das belgische Trio Brutus holt einen knapp eineinhalb Jahre alten Mitschnitt als Show-Methadonprogramm aus den Archiven, stellt damit jedoch auch die Gretchenfrage: Lindern oder intensivieren Veröffentlichungen wie Live in Ghent den Schmerz ob derzeit weitestgehend ausbleibender Konzerterlebnisse?
Wer sich wie Chained to the Bottom of the Ocean nach einem Thou-Song benennt, macht grundlegend schonmal vieles richtig - auch wenn die offenbar zwangsläufig daraus resultierende stilistische Nähe zu den NOLA-Doomern auch Bürde sein muß. Nachzuhören auf der umfassenden Compilation The Vestige.
"In this time of tribal nationalism, dissent, as a form of political speech, is vital to democracy" lässt sich Brett Gurewitz zitieren, während Bad Religion knapp zwei Monate nach Faith Alone 2020 mit What Are We Standing For ein Outtake des fabelhaften 2019er-Durchgangs Age of Unreason spendieren.
Matt Berninger war 2019 auf I Am Easy to Find entlastet genug, um Zeit für sein erstes Soloalbum zu finden. Auf Serpentine Prison spielt er befindlichkeitsorientierte The National-Songs ohne die Dessner- und (eine Hälfte der) Devendorf-Brüder als kreative Reibungspunkte im Hintergrund.
Zu den 2020 im medialen Fokus wie selten zuvor stehenden sozialpolitischen Situation in den USA rund um Black Lives Matter und gravierende Polizeigewalt wollte Tyler Childers nicht schweigen - und hat mit dem Überraschungsmoment Long Violent History ein weitestgehend rein instrumental gehaltenes Statement aufgenommen.
Für ihr sechstes Studioalbum finden Future Islands wieder zu ihren längst verinnerlichten Indie-Synthpop-Standards zurück: Der Kniff dabei ist, wie relativ frisch As Long As You Are diese aufwärmt.
Serpent Column steigen auf Kathodos zum fünften Mal in vier Jahren hinab in psychotische Black Metal-Untiefen, graben dabei jedoch trotz aller Falltüren und Finten ihr womöglich zugänglichstes Werk aus.
Lament ist vier Jahre nach Stage Four noch nicht das Licht am Ende des Tunnels für Touché Amoré, von Selbstzweifeln und Hoffnung begleitet zwischen angestammten Stärken und neuen Perspektiven aber wohl auf dem besten Weg dorthin.
Der kaum bescheidene Titel Good Music to Avert the Collapse of American Democracy kommt mittlerweile endgültig nicht mehr von ungefähr: Auf Volume 2 der Compilation versammeln 78 schwergewichtige Interpreten über fünf erschlagende Stunden an offiziell unveröffentlichtem Material.










