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Evan Patterson forciert auf No Trail and Other Unholy Paths die assoziative Nähe zu den Einflüssen seiner zum Organismus ausgewachsenen Band, schärft damit das Profil von Jaye Jayle und bringt ein im Spannungsfeld aus Neolfolk/Alt-Country und Goth-Americana brütende Songwriting prägender in Szene.
Der Psychedelic-Grad wird wieder heruntergefahren, der griffige Song rückt retour in den Fokus. Ansonsten bleiben Überraschungen freilich aus: The Coral verstehen ihr Pop Handwerk auch auf Move Throught the Dawn mühelos.
Damon Albarn setzt knapp 14 Monate nach dem von Gästen überlaufenen Zeitgeist-Sampler Humanz mit The Now Now zum minimalistischen Umkehrschub an: Nahezu ohne Features auskommend findet das sechste Studiowerk seiner Cartoonband erstaunlich nebensächlich zurück zu einem homogenen Albumwesen samt stimmigen Identitätgefühl der Gorillaz.
Craig Nicholls hat sich die relative Inspiration von Wicked Nature behalten, dazu aber zu einer altbekannten Kompaktheit zurückgefunden - und mit In Miracle Land insofern das wahrscheinlich überzeugendste Album der Vines seit Winning Days aufgenommen.
Alice In Chains nehmen jedweden Ansatz von Nostalgie wertkonservativ in die Mangel: Das Klassiker-Fließband der Institution um Jerry Cantrell läuft kurz vor dem Release des sechsten Studioalbums ohne jede Abnutzungserscheinungen.
Natalie Prass wirft den eigentlich anvisierten Nachfolger zu ihrem selbstbetitelten Debüt angesichts der politischen Lage in Amerika kurzerhand für die Revolte über Bord. Doch Überraschung: The Future and the Past artikuliert seinen Unmut über herrlich leichtgängigen Disco-Pop, gebaut aus schmissigen Funk und Soul.
Wahrlich, The Hurt Will Go On - in Form zweier neuer Songs sowie eines Remixes: Code Orange malträtieren die Gunst der Stunde und nutzen auch die Connections ihres neuen Labels, um das heiße Eisen nach dem 2017er-Ungetüm Forever weiterzuschmieden.
Everything is Love bedeutet weltfremden Bonzen-Hip Hop, der seinen permanent zur Schau gestellten Reichtum mit seelenlosem Perfektionismus am Trap-Zeitgeist anbiedert. Beyoncé und Jay-Z alias The Carters meistern auch diese Geschmacklosigkeit irgendwie.
Man soll die Feste bekanntlich feiern, wie sie fallen: Zum zehnjährigen Jubiläum blicken The Gaslight Anthem deswegen auf ihr Durchbruchswerk The '59 Sound zurück.
Für SUMAC hat Aaron Turner ja unlängst den prätentiös aufgeladenen Avantgarde-Wahnsinn entdeckt. Kein Wunder also, dass er kurz darauf mit I’m the Devil and I’m Okay nach sechs Jahren Auszeit das vergleichsweise straight aufs Gaspedal steigendes Hardcore-Projekt Split Cranium mit seinem alten Circle-Tourkumpel Jussi Lehtisalo reaktiviert.





![Alice in Chains, Mother’s Cake [30.06.2018: Arena, Wien] Alice in Chains, Mother’s Cake [30.06.2018: Arena, Wien]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2018/07/Alice-in-Chains-Live-1-e1530543879250.jpeg?resize=205%2C205&ssl=1)




