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Die australische Supergroup Tropical Fuck Storm macht nach ihrem Debüt A Laughing Death in Meatspace von 2018 direkt weiter und präsentiert mit The Planet of Straw Men einen ersten Vorboten "off their new album out later this year". Aufsehenerregender ist aber wohl die beigepackte B-Seite.
Ein Comeback, mit dem man nach knapp neun Jahren (mehr oder minder) Funkstille nicht unbedingt noch gerechnet hätte: Die Allstar-Kombo The Damned Things dreht mit High Crimes eine weitere Runde.
Mag Nick Waterhouse sein mittlerweile viertes Studioalbum auch nach sich selbst benennen, macht dies die Handschrift des eklektischen Anachronismus dahinter freilich nicht unbedingt charakteristisch eigenständiger.
Die Renaissance des Brian Burton geht nach dem hervorragend unterstützten Wide Awake! aus dem Vorjahr einnehmend weiter: Mit Karen O hat Danger Mouse ein gefühltes Spin Off zu Rome und Milano aufgenommen.
Zuletzt hatte Liz Harris mit Helens The Original Faces (2015) sowie dem Grouper-Zwilling Ruins (2014) und Grid of Points (2018) ja verhältnismäßig viel Interesse an greifbaren Strukturen und zugänglichen Formen gezeigt. Nun löst sie diese unter einem neuen Projektnamen wieder auf: Nivhek bewegt sich über zwei zweigeteilte Soundlandschaften in den strukturlosen Ambient und Drone.
Ihren Nimbus der Unfehlbarkeit von geradezu mystischer Tragfähigkeit hat die kanadische Supergroup Broken Social Scene in diesem Jahrzehnt leider ein bisschen unspektakulär verspielt. Daran ändert auch das sehr nette Let's Try the After (Vol. 1) vorerst nicht.
Als wir Sharon Van Etten zuletzt sahen, trieb sie sich in angesagten Clubs in Twin Peaks herum, saß im gläsernen Käfig von The OA und bediente das Radioprogramm einer dystopischen Paralellwelt. Auf Remind Me Tomorrow versucht sie nun, sich in einem Indietronic- und Synthpop-Umfeld neu zu erfinden.
Subtilität ist weiterhin ein Fremdwort für die (mittlerweile ohne The auskommende) Anti-Supergroup Fever 333: Strenght in Numb333rs klingt wie die unangenehme Mischung aus Methods of Mayhem, Linkin Park und der letzten Tom Morello-Soloplatte - zu beschämend, als dass man auf die Barrikaden steigen würde.
2018 war das Jahr, das rückblickend wohl als Beginn des Endes der Popmedien herhalten wird müssen. Mit "Fast" Eddie Clarke, Dolores O'Riordan, Mark E. Smith, Jóhann Jóhannsson, Caleb Scofield, Scott Hutchison, Stewart Lupton, Vinnie Paul, Richard Swift, Conway Savage, Mac Miller, Montserrat Caballé, Thomas Diaz, Pete Shelley und zahlreichen weiteren sind auch wieder viele große Musiker und Legenden endgültig abgetreten.
Wegen spielzeittechnisch zwar auf EP-Ebene operierender, aber nominell als Alben geführter Veröffentlichungen wie Bad Witch, FM!, B.E.D, Some Rap Songs, Criminal Body oder eben der kompletten Kanye West-Pentalogie (DAYTONA, YE, KIDS SEE GHOSTS, NASIR, K.T.S.E.) waren die Grenzen zwischen Langspieler und Kurzformat 2018 gefühltermaßen so fließend/absurd wie selten zuvor.










