Die Alben des Jahres 2017: 30 bis 21

von am 8. Januar 2018 in Jahrescharts 2017

Die Alben des Jahres 2017: 30 bis 21

Honorable Mentions | Kurzformate  | 50 – 41 | 40 – 31 | 30 – 21 | 20 – 11 | 10 – 01 |

Hell - Hell30. Hell – Hell

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Hell aus Salem sind zumindest auf der Bühne vom Soloprojekt zur vollwertigen Band angewachsen. Geblieben ist jedoch eine Namenswahl, die nur zu leichtfertig das eigene Schaffen düppieren könnte. Dessen ist sich auch Mastermind Matthew S. Williams – MSW – bewusst: „The name is pretty cheesy when you first hear it or find out it’s just some doom band’s name. But I feel like the music does the name justice at most times. It’s fitting for what it is.
Kann man so stehen lassen. Nach dem 2017er-Output der Kombo sogar fragloser denn je. Immerhin klingt Hell wie der superheavy daherdröhnende Limbo, in dem Electric Wizard und Conan sich von Sunn O)) zu Black Sabbath’schen Riffkaskaden auspeitschen lassen, während Pig Destroyer ihr bestialisches Distortion-Geschrei in das zähflüssige Magma aus Doom und Sludge treiben. Das (im Vergleich zu bisher) klarerer Soundbild der Produktion kommt der Band-typischen Garstigkeit nur zusätlich entgegen: Hell ist dreckig, dicht konzentriert und erdrückend, hinten raus sogar immer differenzierter im Auftreten, während der Fuzz das malträtierende Gebräu mit viel Groove ausbluten und die Apokalypse brutal braten lässt.
There will be six or seven songs on it but only 4 will be new“ kündigte MSW im Vorfeld an. Die Wurzeln dieser Platte zu ergründen beschränkt sich dann aber nicht auf bloßes Recycling: „Guest vocals by A.L.N. and T.A.S. from previous Hell releases as well as other session musicians“ steht da geschrieben. Und zwischen all den eingestreuten Sprachsamples bleibt die Einordnung ein Mysterium. Also: Im undurchdringbaren Dickicht aus Splits (unter anderem passenderweise mit Thou) und zumindest drei durchnummerierten (Mini)alben ist Hell eventuell das vierte vollwertige Studiowerk des Mannes aus Oregon geworden, ein im wahrsten Sinne höllisches Genre-Inferno, das die Namensdiskussion obsolet macht: „The album won’t be called Hell “IV”. It won’t be called anything.

Vince Staples - Big Fish Theory29. Vince Staples – Big Fish Theory

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Klingt Big Fish Theory wie eine typische Platte, zu der Justin Vernon und Damon Albarn Songwriter-Credits beisteuern? Oder wie der nahtlose Nachfolger zu Summertime ’06 von 2015? Kann man beides wohl guten Gewissens verneinen – aber dennoch von einer kohärenten Entwicklung und vielleicht sogar logischen Konsequenz sprechen, wenn man sich Staples‘ 2016er-Kurzformat Prima Donna sowie seinen Tanzflächenauftritt Ascension auf der mediokren Gorillaz-Enttäuschung Humanz in Erinnerung ruft.
Fakt ist: Nur wenige Platten haben sich 2017 derart markant über ihre elaborierte Soundästhetik, ihr inszenatorisches Auftreten und polarisierende Produktion definiert, wie Big Fish Theory, das mit skelletierten Subbässen und wummernden Beats den Spagat von Consciousness-Rap hin zur bangenden Clubmusik macht. Die Frage ob der Style da tatsächlich den Inhalt diktiert, rückt Staples zumindest selbst ansatzweise zurecht („How I’m supposed to have a good time/ When death and destruction’s all I see?/ Out of sight, I’m out of my mind/ The sound of sunshine is callin‘ me/ Good vibrations is all I need„). Dass diese zwingenden 36 Minuten strukturell phasenweise dennoch zu fragmentarisch bleiben, werden aber nicht nur Puristen bekritteln. In konventionelleren Bahnen haben aber ohnedies Kollegen wie Big K.R.I.T.T. (4eva is a Mighty ong Time) oder Brockhampton (das Saturation-Trio) ihre Generation bereits beachtlich repräsentiert. Staples bleibt in Zeiten von Cloud Rap-Geschmacklosigkeiten und der Trap-Seuche derweil gerade auch durch die kompromisslose Radikalität seines sich notfalls auch selbst schonungslos defragmentierenden Evolutionshungers einer der spannendsten zeitgenössischen – zukunftsfixiertesten – Vertreter des Rap. Typisch ist hier deswegen gar nichts.

Boris - Dear28. Boris – Dear

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Sie haben es endlich wieder geschafft: Das Album, das als Schwanengesang konzipiert ein Dankesbrief an eine der vielleicht gebeuteltsten Fangemeinschaften im experimentellen Metal sein sollte, endete irgendwie mit einer Energie, Altmeisterlichkeit und einem Ideenreichtum, wie sie angesichts einiger kürzlicher Ausrutscher nicht mehr zu erwarten war. Der Sludge ist zermürbender, der Dream-Pop am traumhaftesten, und Dear fühlt sich an, wie von jedem überflüssigen Ballast befreit – wäre da nicht der (wieder mal) ärgerlich zahnlose Mix, der eine höhere Platzierung auf dieser Liste verbaut.
Boris meinen, dass sie drei Alben an Material geschrieben und auf zehn Songs reduziert haben, und die Bemühungen dieses Editier-Prozesses sind Dear anzumerken. Jedes Lied fühlt sich an, als würde es hierhin gehören, jede Nummer fühlt sich wichtig an, und wäre auch auf dem „letzten“ Album der Vierteljahrhundert-Institution nicht fehl am Platze. Was man so schon lange nicht mehr von einem Boris-Album behaupten konnte.

Toby Driver - Madonnawhore27. Toby Driver – Madonnawhore

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In Erwartung auf neue musikalische Projekte, in die Toby Driver involviert ist, gibt es quasi keine Möglichkeit vorherzusehen, was den geneigten Hörer erwartet – selbst, wenn der Chef persönlich ankündigt, wie es zu klingen habe.
Vom High-Concept-Avantgarde-Metal bis zur Kammermusik finden sich seine beiden Bands auf jeder erdenklichen Spielwiese wieder.
Nun öffnet Driver auf Madonnawhore seinen Kopf und sein Herz: Eine abgespeckte, intime Angelegenheit mit verträumten Kompositionen, in denen man sich verlieren kann. An der Oberfläche ist das eine weniger sperrige Angelegenheit, tatsächlich findet man sich jedoch in nicht weniger herausfordernden Klangwelten wie noch auf Plastic House on Base of Sky zum Beispiel – einzig die Perspektive hat sich geändert. Driver schenkt den weniger progressiven Folk-Elegien mehr Platz und Geduld, überzeugt mit einer Reife, die erstmals seit zehn Jahren außerhalb des Bandgefüges schnell einen mitreißenden Sog entwickelt – und anscheinend in einem Reigen entrückter Balladen enden musste.

Cleric - Retrocausal26. Cleric – Retrocausal

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Schwer zu sagen, wo (das hinsichtlich seines Wesens übrigens wunderbar betitelte) Retrocausal in dieser Liste gelandet wäre, hätte das Zweitwerk von Cleric nicht erst annähernd vier Wochen auf dem Buckel. Natürlich auch fraglich, ob man mit einer längeren Vorlaufzeit überhaupt unbedingt schlauer aus diesem 80 minütigen Enigma geworden wäre.
Genau in der Schwierigkeit Retrocausal zu erschließen liegt gerade auch der Reiz einer malträtierenden Herausforderung von einer Platte, die stets mehr Labyrinth als Folterkammer darstellt, den Hirnfick zum exzessiven Funpark umbaut. Eine Tour de Force durch alle möglichen Versatzstücke des Metalist das,  samt Ingredienzen aus Free Jazz- oder Ambientelementen, krummen Tacktverschiebungen und unberechenbaren Rhythmen, kranken Gitarrenattacken und losem Pianogeklimper. Im Mahlstrom aus frühen Dillinger Escape Plan und Mr. Bungle wirken Kayo Dot da nicht erst seit deren Entdeckung der 80er-Poppigkeit als regelrecht bekömmliche Künstler und, nun ja, zugänglichere Alternative.
Vermeintliche Unfairness wird als hoher Schwierigkeitsgrad erkennbar und jeder Meter gerät ein bisschen zum Triumph, irgendwann fällt es wie Schuppen von den Ohren: Frustrierend ist der Clericale Wahnsinn ohnedies niemals, sondern auf eine beispiellose Weise befriedigend. Dass deswegen niemand diese Ansammlung aus progressiven Stil- und Kompositionscollagen (oder eher: Karambolagen) so bald mühelos als Ohrwurm-Inferno vor sich hinsummen wird, darf dennoch als fix angesehen werden.

Venenum - Trance of death25. Venenum – Trance of Death

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Als die aus der Asche von Excoriate gestiegenen Venenum 2011 mit ihrer selbstbetitelten EP für erste Begeisterung in gut informierten Metalkreisen sorgen, steht der Titel ihres ersten Full Lengh-Albums bereits fest. Bis Trance of Death tatsächlich erscheinen würde, sollten allerdings noch annähernd sechs Jahre vergehen.
Dass das Quartett aus Schwabach über ein halbes Jahrzehnt an ihren Zielen festhielt, ist dann symptomatisch für die klare Vision hinter einer Platte, die sich niemals zu schade dafür ist, weitläufige Umwege zu gehen, ohne das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren. Am eindrucksvollsten lässt sich dies neben dem brillanten The Nature Of The Ground natürlich im dreiteiligen Titelstück eines stets so natürlich mutierenden Albums nachhören, in dem Trance of Death seine Barrierefreiheit eein für allemal transzendiert.
Dann ist es auch egal, ob der Spagat zwischen prägnanten Oldschool-Traditionalismus und Genre-sprengender Progressivität derart selbstverständlich gelingt, weil Venenum sich selbst als nicht up to date bezeichnen, was die aktuelle Renaissance des Death Metal angeht – oder aber auch einfach nur wegen ihres relativ simplen Grundverständnises für Musik: „It’s not about changing tempo, having a lot of riffs or showing off with your instrument. For me music is all about atmosphere and emotion, something that gives you goosebumps. Sure, we are taking a much more complex approach to it but that’s just what comes out naturally. As long as you stay natural and authentic, you can do everything, there are no limits.“ Hartnäckigkeit ist hier eben keine Verbissenheit. So oder so: Letztendlich hätte sich tatsächlich kein Titel finden können, der den hypnotische Charakter dieser überragend getimten Platte perfekter einfangen hätte können.

Mount Eerie - A Crow Looked At Me24. Mount Eerie – A Crow Looked At Me

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If this new Mount Eerie album don’t make your eyes water then you definitely have no soul„. Eine Feststellung von Danny Brown, die man durchaus so stehen lassen kann. Neun Monate später war die Begeisterung des Ausnahmerappers übrigens noch nicht verflogen: „A Crow Looked at Me is the best album of 2017“ twitterte Brown und kurbelte die überschaubaren Verkaufszahlen von Mount Eerie kurzfristig effektiver an, als all die prominenten Platzierungen in professionellen Jahresranglisten es könnten. „Thank You Danny“ antwortete Phil Elverum, fügt artig ein „his recommendation is literally more valuable (in real money sales) than the New York Times“ an. Und ja: Es fühlt sich irgendwie paradox an auf dieser Business-Ebene über das sicherlich intimste Werk des Jahres zu denken.
Dabei ist es eigentlich nur die schlüssige Fortsetzung der Form, anhand derer Phil Elverum ohne jedwede symbolische Kaschierung in seine Welt zieht, die aktuell eben ausnahmslos um die Aufarbeitung des Verlustes seiner Frau Geneviève Castrée dreht – und dabei eben auch die finanzielle Absicherung der Zukunft der gemeinsamen Tochter inkludiert.
Vielleicht liegt dieses irritierende Gefühl auch daran, weil A Crow Looked At Me ein ausnahmslos auf emotionaler Ebene greifendes Werk geworden ist, dass das Kunststück schafft, keinen dramatischen Katastrophen-Voyeurismus zu lancieren, sondern anhand eines konkreten Schicksalschlages die universelle Dramatik der Vergänglichkeit zu artikulieren. Wahrscheinlich fühlt es sich auch deswegen merkwürdig an A Crow Looked At Me in einer Rangliste wie dieser platzieren zu wollen – jede halbwegs Positionierung scheint inadäquat. Man spürt nicht oft das Verlangen, sich dieser dokumentarischen Katharsis überhaupt auszusetzen; in feinen Dosen führt A Crow Looked At Me die Kostbarkeit des Lebens essentieller vor, als einem lieb ist. Womit auch die Erkenntnis einhergeht: Die Wertschätzung, die man diesem Album entgegenbringt, lässt sich schlichtweg nicht in Zahlen ausdrücken.

Feist - Pleasure23. Feist – Pleasure

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Die Intimität, die Leslie Feist mit Pleasure vermittelt, ist bemerkenswert: Vorbei die Tage des kumpelhaften bis 4 Zählens oder vor Apple-Chic erkalteter Metalle – Pleasure ist das ASMR-Tape der ewig liebeskranken Kanadierin. Mit beinahe demoartigem Charakter wird hier der Blues direkt ans Ohr geliefert, oft trennt Hörer und Gefühlschaos nicht mehr, als eine auffällige Schicht an Vintage-Knistern.
Erst klingt Pleasure, als würde es vor Einsamkeit zittern, so leise ist es, großteils live in einem Raum ohne bemerkenswerten Mix oder Bearbeitung aufgenommen. Aber dann gibt Leslie nach. Ihr Geist beginnt zu leuchten. Optimismus durchdringt jede leicht gezupfte Gitarrensaite und Kratzer ihrer flüsternden Stimme. Sie ist von Anfang an im Abgrund der Zeit gefangen, aber irgendwie ist dessen grenzenlose Weite plötzlich nicht mehr so gruselig, die so fremd anmutende Isolation stellt sich als selbstbewusst auf den Tisch gelegter Gefühlsstrip heraus. Kumpel Jarvis, Bro Colin und (mehr oder weniger) Mastodon kommen mit Sixpack respektive Saxofon vorbei, und plötzlich kann man Pleasure von Durchgang zu Durchgang, von Anfang bis Ende mehr als das genießen, was es ist: eine Party. Und jede Party ist mal mindestens zu zweit besser.

The War On Drugs - A Deeper Understanding22. The War on Drugs – A Deeper Understanding

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Dass seine Bandmitglieder in den kreativen Entstehungsprozess des Atlantic-Einstandes maßgeblicher beteiligt gewesen wären, als in die drei Alben davor, ist eine Aussage, die das Maß an Vertrauen in Frage stellt, das man in Adam Granduciel zu legen gewillt ist. Verifizieren lässt es sich die Behauptung des Masterminds von The War on Drugs anhand der hier aufgefahrenen 67 Minuten nämlich kaum.
Empirisch belegter Fakt ist hingegen viel eher: Spätestens über den schmuseweich in die 80er gebetteten Americana-Traum Lost in the Dream (2014) hat Granduciel seine eklektische Formel für den tongewordenen Roadtrip The War on Drugs gefunden – mit A Deeper Understanding dekliniert er sie – nomen est omen – anhand einer noch einmal gewachsenen Selbstverständlichkeit durch, vielleicht sogar formvollendet.
Zehn unendlich runde Songs verlassen sich schließlich beruhigt auf ihre Stärken, brauchen keine aus dem Kontext herausragenden Hits (aber Übersongs wie Strangest Thing oder mehr noch Thinking of a Place), sondern linsen mit einer niemals zum Stillstand kommenden Sehnsucht über den anachronistischen Horizont. Das tiefere Verständnis über den Charakter von The War on Drugs beinhaltet insofern auch die Gewissheit, dass Granduciel zwar seine gemütliche Komfortzone gefunden haben mag, aber trotz eines tendenziell überschaubaren Hanges zum Tempo stets in Bewegung bleibt. Mag es deswegen auch eine gewisse Zuverlässigkeit sein, die ihn mittlerweile antreibt und die Frage nach möglichen Abnutzungserscheinungen souverän in die Zukunft verlagert. Wenn einen A Deeper Understanding schließlich eines beigebracht hat, dann, dass sich Vertrauen in diese Band bisher immer bezahlt gemacht hat.

Duke Garwood - Garden of Ashes21. Duke Garwood – Garden of Ashes

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Während sich sein alter Kumpel Mark immer weiter in beliebige Elektronik-Exkursionen und unnötige Remix-Ergüsse verliert, scheint Duke Garwood mit jeder neuen Platte ein Stück weit näher beim Zentrum seines Wesens anzukommen und damit den Kern seines Songwritings freizulegen. Auch das meditative Garden of Ashes trägt ein fiebrig suchendes Element in sich, findet dabei aber eben auch eine Klarheit (in der Griffigkeit, den Melodien und Hooks) hinter hypnotisch vibrierenden Kompositionen, die deb Deal „Double or Nothing“ im Vergleich zum bereits so unheimlich starken Vorgänger Heavy Love von 2015 nicht alleine wegen des umwerfend produzierten Soundraum irgendwo tatsächlich einlöst.
Elf im Rausch schwebende, sich ohne jede Eile drehende Exerzitien sind es also, die in diesem nur scheinbar ohne jedwedes Tageslicht auskommenden Garden of Ashes gedeihen: Mit mehr (beinahe Nick Cave‚esker) Soul- und Gospel-Patina als zuletzt, durch den Staub kriechende Apokalypse-Beschwörungen, die eine vom Leben gezeichnete Stimme über die rauchigen Blues und Country-Sinnierungen hinaushebt. Das ist entrückter Renegade-Schamanismus am Voodoo-Lagerfeuer aus längst vergangenen Tagen; Ein Zurücklehnen in eine Atmosphäre, die zwischen Gustavo Santaolalla oder David Eugene Edwards die Vitalität in verbrannter Erde findet und den Traditionalismus sehnsüchtig über den Horizont nachdenken lässt. Dort tanzt Garwood in psychedelischen Zeitlupen-Lavalampen-Farben und ist längst einer der ganz Großen.

Honorable Mentions | Kurzformate  | 50 – 41 | 40 – 31 | 30 – 21 | 20 – 11 | 10 – 01 |

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